Endlich, so kommt es mir vor, nach langen Jahren der inneren Vorbereitungen ernten wir die Früchte unserer Arbeit.
Gestern haben wir das CSA Projekt „unseren Hof“ in Ober Ramstadt besucht. Wir Frankfurter kennen, auch nach drei Besuchen immer noch nicht den direkten Weg, so kamen wir einige Minuten später an. Ein Informationsabend mit ca. 20 interessierten Menschen. Wir sassen in der Bibliothek (Seminarraum) des Hofes. Es fühlte sich gut an, an einem Ort zu sein, an dem sich Menschen treffen, die sich aufgemacht haben neue Modelle der Gemeinschaft zu entwerfen und zu leben.
Die Vorstellungsrunde hatten wir verpasst, so konnten wir noch kurz etwas zu uns sagen und lauschten Wolfgang dem Besitzer des Hofes. Ein Mann der die Möglichkeiten hat, mit seinem Hof Neues entstehen zu lassen und wissbegierig ist, die Zusammenhänge zwischen Mensch und Natur wieder zu ent-decken. Bei meinem letzten Besuch zeigte er mir die vielen essbaren Wildkräuter, die er dank einer Kräuterfrau selbst wieder gefunden hat. Jetzt kann ich mir es kaum verkneifen ihn zu besuchen, ohne mir ein Stück Sauerampfer, Brennnessel oder Meerrettichblatt in den Mund zu stecken. Vielen Dank Wolfgang für die Inspiration und die Öffnung Deines Hofes.
Dann ging es weiter mit unserem „Chefgärtner“ ein Gewächs aus der Landschaft des freien dynamischen Ackerbaus nach Demeter Richtlinien. Jung an Jahren und reich an Visionen begeisterte er uns mit seinen Worten. Zwei erfolgreiche CSA Projekte hat er bereits hinter sich. Die Planungen für nächstes Jahr sind im vollen Gange und wir werden ca. 80 -100 Personen mit frischen Obst und Gemüse versorgen können. Freier Zugang zu Lebensmitteln ist ein Aspekt und schnell wurde klar, dass hier viel mehr entsteht als eine Gärtnerei. Es geht um ein Lebensgefühl, um eine Leben in Selbstbestimmung und Freiheit. Siehe hierzu den Artikel: Wie ver-rückt sind wir eigentlich?
Ja und dann waren da auch noch Annett und Gustavo, sie schreiben auf Ihrer Webseite: Ein neuer Zyklus hat begonnen. Wir verlassen alte Strukturen. Nichts ist so, wie es einmal war. Mehr und mehr erinnern wir uns daran, was unsere wahre Natur ist und welche Kräfte in uns schlummern. Es ist an der Zeit, uns des Großen Ganzen bewusst zu werden und Verantwortung zu übernehmen. „Und genau, dachte ich in dem Moment als ich sie sah, das ist es, was hier geschieht! „Auch wenn die beiden Initiatoren „unseres“ Hofes die Idee in die Welt gebracht haben ist es jetzt an uns, an der entstehenden Gemeinschaft, sie mit zu tragen, sie zu inspirieren und etwas völlig Neues entstehen zu lassen. So verbanden wir uns eine Minute im Schweigen und konnten die neue Gemeinschaft bereits spüren und erfahren. Was für eine Energie und Annett spielte dann noch ein kurzes Stück auf Ihrer Lippenmaultrommel.
Alles fügt sich wunderbar zusammen, so konnten wir auch unsere Erfahrungen aus den seit 2009 regelmässig in Frankfurt stattfindenden Meditationsabenden einbringen. Es ist jedes Mal erstaunlich, was geschieht, wenn wir unsere Hirne miteinander vernetzten und die sogenannten „brachliegenden“ Hirnareale dadurch aktivieren.
Jetzt freuen wir uns erst mal auf kommenden Montag und unsere Veranstaltung in der Kresbmühle Oberursel.

Ich glaube, was noch wichtig ist, dass wir uns unserer Schöpferkraft und Verbundenheit aus unserem Herzen bewusst werden. Das habe ich von Gustavos Inspiration mitgenommen. In meinem Herzen fühle ich schnell und sicher, was in einem bestimmten Moment zu tun ist. Und ich kann auf die Realität einwirken, indem ich aus dem Herzen in Verbundenheit mit der Natur, den Elementen und meinen Mitmenschen gehe und für meine Vision eintrete oder das tue, was gerade ansteht. Das Universum mich oder die Vision unterstützen lassen. Und so in die eigene Verantwortung gehen. Das fühlt sich sehr groß an und ungewohnt, da sich Möglichkeiten eröffnen, die der Verstand nicht mehr begreifen kann. Ich vergesse das auch immer wieder und bin dankbar für die Erinnerung. Möge unsere innere Schöpferkraft in diesem Projekt wirken, jenseits der bisher gewohnten Beschränkungen!