Die Pioniere des Wandels sind wir.
Heute hat mich ein Newsletter von Sieben Linden erreicht, dem Ökodorf mit 140 Bewohnern und 16 Jahren Erfahrung. Darin wurde auf ein Bericht des Wissenschaftlichen Beirats für Globale Umweltfragen der Bundesregierung (WBGU) an die Bundesregierung verwiesen. Hier ein Auszug:
„Die Transformation in Richtung Klimaschutz … stützt sich stark auf Pioniere des Wandels, welche die Optionen für die Überwindung einer auf der Nutzung fossiler Ressourcen beruhenden Ökonomie testen und vorantreiben und so neue Leitbilder bzw. Visionen entwickeln helfen, an denen sich der gesellschaftliche Wandel orientieren kann. Die Pioniere agieren zunächst als Nischenakteure, können dann aber zunehmend Wirkungskraft entfalten und die Transformation entscheidend befördern.“ (S. 6-7)
Lt. diesem Gutachten muss der Staat die Wichtigkeit der selbstorganisierten Zivilgesellschaft als Akteur stärker anerkennen. Ziel ist der Aufbau einer „Kultur der Achtsamkeit (aus ökologischer Verantwortung) mit einer Kultur der Teilhabe (als demokratischer Verantwortung) sowie mit einer Kultur der Verpflichtung gegenüber zukünftigen Generationen (Zukunftsverantwortung)“ (S. 9). Zu dieser Kultur tragen Initiativen, die einen anderen Lebensstil vorleben, ganz bedeutsam bei.
Die Rolle der Pioniere des Wandels wird in diesem Gutachten als Wegbereiter für die große Veränderung gesehen: „Je mehr kleinskalige Maßnahmen greifen und je mehr Pioniere des Wandels aktiv werden, sich vernetzen und beginnen Veränderungen auf unterschiedlichen Ebenen im Sinne der Transformation anzustoßen, desto eher werden Entscheidungsträger ermutigt, auch vermeintlich unpopuläre, große Weichenstellungen anzupacken. In einem derart dynamischen gesellschaftlichen Umfeld können Maßnahmen, die heute noch als unrealistisch gelten, morgen durchaus umsetzbar sein. … Maßnahmen, die jeweils für sich geringe transformative Wirkung entfalten, können durch kluge Mischung und geschickte Kombination deutlich größere Effekte erzielen als die einfache Summierung erwarten lässt und sie können unerwartete Dynamiken erzeugen. Insgesamt kann ein gesellschaftlicher Kipppunkt erreicht werden, jenseits dessen die Widerstände gegen die Transformation deutlich abnehmen, der notwendige politische Wille wächst und es zu einer erheblichen Beschleunigung kommt.“
Das gesamte Dokument kannst Du hier downloaden.
In diesem Sinne findet das Frankfurter Glück immer mehr Menschen, die als Pioniere des Wandels agieren. Ich freue mich auf Euch.
Markus Schneider
Pionier der Neuen Zeit
www.frankfurter-glueck.de
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